17. bis 21. April 2025 | Ein Haus voller Kunst und obendrein voller Künstlerinnen und Künstler, mit denen das Publikum in Dialog treten kann: Das sind die Truderinger Kunst-Tage.
Zum 17. Mal bieten sie sich als ein besonderes Ziel für einen Osterspaziergang an. Malerei, Fotografie, Objekte, Skulpturen: Aus mehr als 170 Einsendungen aus der ganzen Republik und dem benachbarten Ausland hat eine Fachjury 24 Kreative ausgewählt, die das Kulturzentrum an der Wasserburger Landstraße 32 in einen Kunst-Tempel verwandeln: Sogar im kleinsten Flur werden die Wände genutzt. Gäste aus allen Generationen sprechen mit den Kreativen, votieren und vergeben so zwei Publikumspreise in Höhe von 700 und 500 Euro - in diesem Jahr beide gestiftet vom Truderinger Kulturkreis, der das Event gemeinsam mit dem Trägerverein des Kulturzentrums, dem Bürgerhausverein, veranstaltet. Der Sieger oder die Siegerin erhält zudem eine von der Künstlerin Andrea Matheisen gestaltete Bronze-Trophäe, die Trude, die statt einer Siegerkrone den „Trude-Ring“ in die Höhe streckt. Außer Konkurrenz ausgestellt werden auch die Werke der drei in der Jury vertretenen Künstler Mimi Mynz, Michael Lukas und Angelika Paschmann.
Zum vierten Mal werden die Kunst-Tage ehrenamtlich organisiert von Renate Winkler-Schlang und Martin Hubensteiner, unterstützt vom Team des Kulturzentrums und zahlreichen Helfern. Vernissage haben die 17. Truderinger Kunst-Tage am Gründonnerstag, 17. April, um 19 Uhr. Geöffnet sind sie von Karfreitag, 18. April, bis Ostermontag, 21. April, jeweils von 13 bis 18 Uhr. Finissage und Preisverleihung samt Übergabe der „Trude“ ist gleich im Anschluss am Ostermontag, 18 Uhr. Die Cafeteria “Dione“ im Haus, betrieben von neuen Wirtsleuten, ist geöffnet, bei schönem Wetter auch die Terrasse.
Ein besonderes Augenmerk liegt in diesem Jahr auf der Verbindung von Kunst und gebrauchten Materialien. Drei der Künstler, Michael Hess, BlondiArt und Pancho Ballweg, haben sich auch das Upcycling von Papiertüten, Fundstücken oder sogar alten Möbeln auf ihre Fahnen geschrieben. Nicht nur bewundern, sondern auch selber gestalten: Das ist das Motto am Tisch der Münchner Künstlerin Paula Pongratz, die vor allem die jungen Gäste einlädt, aus Recyclingmaterial eigene kleine Unikate zu gestalten: Eine Neuerung bei den Kunst-Tagen.
Anbei findet sich die Liste aller Ausstellenden, größtenteils mit web- oder Insta-Adressen. Am Ende finden sich exemplarisch kurze Lebensläufe von fünf Ausstellern und deren Werke.
Kunst-Tage 2025
Teilnehmerinnen und Teilnehmer alphabetisch inklusive www und insta-adresse
Tanja Antonini, www.kunstverhau.de
https://www.instagram.com/wilderwacki?utm_source=qr&igsh=MTZ1MmtoN3J5dDVwaA==
Pancho Ballweg, www.ballweg.info
BlondiART - Claudia Steinbrich – www.blondiart.com
blondiart.official (https://instagram.com/blondiart.official)
Ise Dederichs, www.isedederichs.de , Insta Adresse: @ isedederichs
Robert Dufter, www.robert-dufter.de Insta: @robertdufter
Katja Gehrung, www.katjagehrung.de @katjagehrung
Tim Grieshaber, www.timgrieshaber.de
Young Ju Ha,
https://www.instagram.com/young_juha?igsh=MjRmMHF1bHc2MTJy&utm_source=qr
Michael Hess, www.artemobilis.de.
Karin Horemans, www.karinhoremans.com Instagram : karin.horemans
Marion Kausche, www.marion-kausche.de
Ewa Kübler, www.ewakuebler.com
Martin Liebl, www.martinlieblphoto.com @martinlieblphoto
Dasha Minika, www.dashaminkina.com @dashaminkina_painter
Katharina Obermaier, www.katahrinaobermaier.de
Sunghyun Park, www.pshclub.com
Simone Pohl, instagram: simoneay_art
Brigitte Yoshiko Pruchnow, www.brigittepruchnow.com
Heike Schneider, www.heikeschneider-art.com Instagram:
heikeschneider_art.
Natalia Simonenko, www.natalia-simonenko.com
Anja Steinhauer, www.anja-steinhauer.com
Melanie Stiehl, www.melaniestiehl.de
Fedor Sushko, insta: @theosushko
Silke Zernik, www.silkezernik.de
Jurymitglieder
Michael Lukas www.michael-lukas.de, @michael_lukas_official
Mimi Mynz www.mimimynz.de, Instagram: @mimimynz.artist
Angelika Paschmann
www.paschmann-keramikkunst.de und Insta @paschmann.keramikkunst
Ewa Kübler
Ewa Küblers Weg zum malerischen Ausdruck führt über die Kunstgeschichte.
Sie arbeitet vor allem mit Acrylfarben auf Leinwand. Immer wieder kommen auch Collagen zum Einsatz. Ihre Bilder sind in erster Linie innerer Ausdruck und lassen die Betrachtenden in eine Welt voller Farben und Formen eintauchen. Diese Werke sind Zwischenräume, die jedes Mal neu betreten und von den Betrachtenden ergänzt werden. So verwandeln sie sich in visuelle Ereignisse, die zum Spiel mit der Vorstellungskraft einladen und die Vielfalt der Wahrnehmung würdigen.
Tanja Antonini
Die keramischen Figuren der Münchner Kunstpädagogin Tanja Antonini wirken sanft, liebenswert, lustig bis skurril. Der Hintergrund ist jedoch ernster, als es zunächst scheint. Die Figuren entstehen in einer Art magischer Bannung der Ängste der Künstlerin, die seit Jahrzehnten unter Panikattacken leidet. Gewissermaßen ein Patronus- und Riddikulus-Zauber zum Anfassen. Für die Ausstellung arrangiert die Künstlerin die Keramiken wie Schauspieler in einer Szene. Diese Mischung aus humorvoller Leichtigkeit und tiefgehender Reflexion, die Absage an die Ansprüche an Perfektion und die Bejahung des Lebens in all seinen schönen und schwierigen Seiten ist es, die in diesen Figuren berührt.
Ise Dederichs
Marie-Luise Dederichs, gebürtig im Ruhrgebiet, lebt und arbeitet seit ihrer Jugend in Köln.
Sie absolvierte unterschiedliche Studien an der freien Kunstakademie Arte Fact in Bonn, an der Alanus Akademie in Alfter und besuchte Seminare und Kurse zu verschiedenen Techniken, wie japanischer Holzschnitt, Acryl- oder Aquarellmalerei.
Aus der Inspiration durch altmeisterliche Techniken der Ölmalerei, begann sie 2023 mit einer Serie von Sammeltassen-Stillleben, die sich durch die Präsenz krabbelnder Insekten und Kleintiere zu einem dynamischen Szenenbild entwickelten. Fasziniert, sowohl von der Schönheit kunstvoll gestalteter Sammeltassen als auch von filigranen Insekten, die sie als Kunstwerke der Natur ansieht, entdeckte sie ihre Liebe zur detailgetreuen, realistischen Malerei. Ihre Werke sind Nostalgie, die neu auflebt und unter dem Titel: „Die letzten ihrer ART…?!“ zu sehen sind.
Katja Gehrung
Katja Gehrung arbeitet im Bereich inszenierte Fotografie. Das Besondere an ihrem Ansatz ist, dass sie nur sich selbst als "Model" nutzt und mit einem Stativ und einem Selbstauslöser arbeitet.
Diese Arbeitsweise ist ein Verweis auf die oft banale Selfie-Kultur unserer Gesellschaft, der sie eine bedingungslos inszenierte Fotografie entgegensetzt, in der sie in verschiedenen Rollen auftritt. Die meisten ihrer Fotografien entstehen in ihrer unmittelbaren Umgebung. Die Locations wählt sie mit Bedacht aus, ob in der Natur, in leerstehenden Gebäuden oder gleich um die Ecke im Stadtpark. Doch die Perspektive ihrer Kamera kann selbst eine gewöhnliche Baugrube wie ein karges Gebirge aussehen lassen. Sie achtet auf gut komponierte Bilder und arbeitet mit Kontrasten sowie surrealistischen und humorvollen Momenten.
Pancho Ballweg
Pancho Ballwegs fotografisches Werk ist klar beobachtend, es zeigt den Blick des Fotografen auf meist alltägliche Dinge aus einem nicht alltäglichen Betrachtungswinkel. Blicke auf das Unentdeckte, das Fremdartige, das nicht Offensichtliche – Menschen, Landschaften, Situationen. Dabei haben ihn Abenteuergeist, Neugier und Interesse an uns fremden Kulturen auch in entlegenste Gebiete fernab befestigter Straßen geführt.
Schon seit 1984 fertigt er Collagen, Bilder und Objekte. Er fotografiert an Orten, die man suchen und finden muss, stellt Projektionen zusammen aus eigenen sowie gefundenen Bildern, Fragmenten, Zeitungsausschnitten und Texten, kombiniert diese mit Zeichnungen. Verwunderung, Betroffenheit oder auch Unverständnis werden beim Betrachter ausgelöst.
Pancho Ballweg wurde 1961 in Ulm geboren, hat visuelle Gestaltung in Schwäbisch Gmünd studiert und arbeitet seit 1993 als selbstständiger Designer, Fotograf, Musiker und Künstler. Er lebt und arbeitet in München und im Chiemgau.